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Aus der Klostergeschichte

Die Geschichte des Klosters Sponheim ist eng verbunden mit der Geschichte der Grafen von Sponheim, die im beginnenden 12. Jahrhundert eine Benediktinerabtei auf dem Feldberg in Sponheim, nicht unweit ihres Stammsitzes, gründeten und finanzierten. Eine Vorgängerkirche lässt sich bereits ins 11. Jahrhundert datieren. Eine Datierung in noch frühere Zeiten ist  - aufgrund der Bezeichnung des Hügels, auf dem die Kirche steht - äußerst wahrscheinlich. Hier fehlen jedoch genauere Belege.

Wissenswertes

Die Grafen von Sponheim ließen ab dem Jahr 1101 eine bestehende Kirche in ein Kloster umbauen, das schon bald fertiggestellt und dem Mainzer Erzbischof übergeben wurde, der dort Mönche ansiedelte. Der relativ kleine Konvent (ca. 8 Mönche) lebte nach der Regel des hl. Benedikt.

Im ausgehenden 15. Jahrhundert leitete Johannes Trithemius als 25. Abt das Kloster und machte es weltberühmt. Der Abt und insbesondere seine Bibliothek genossen einen angesehenen Ruf in deutsche Gelehrtenkreisen. Sponheim wurde so zum Mittelpunkt einer geistlich-humanistischen Gelehrsamkeit.

Infolge der Reformation wurde das Kloster 1565 erstmals aufgelöst. Der letzte Abt des Klosters heiratete die letzte Äbtissin des benachbarten Kloster St. Katharinen und wurde erster protestantischer Pfarrer in Sponheim.
Im Zuge der Gegenreformation kamen Ende des 17. Jahrhunderts erneut Mönche nach Sponheim, die das Klosterleben und die katholische Seelsorge im Umkreis des Klosters wieder aufleben ließen.

1802 kam es zur endgültigen Auflösung des Klosters. Der Klosterbesitz wurde versteigert (säkularisiert), die Gebäude zum Teil abgetragen und als Steinbruch genutzt.

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Gründung

1044

Auflösung

Alter

Klosterkirche

Sponheim